Die Operation Planfräsen Zick-Zack in Siemens NX bietet eine effektive Möglichkeit, unnötige Leerwege beim Planfräsen zu reduzieren. Besonders bei der Bearbeitung von Flächen mit großen Werkzeugdurchmessern sorgt die alternative Schnittrichtung für einen deutlich effizienteren Werkzeugweg. Dadurch wird jede Hin- und Rückbewegung produktiv genutzt, Bearbeitungszeiten können reduziert und Maschinenbewegungen optimiert werden. In diesem Quicktipp zeigen wir die wichtigsten Einstellungen und erklären, welchen praktischen Nutzen diese Strategie in der NC Programmierung bietet.
Planfräsen Zick-Zack
JANUS QuickTipp | Planfräsen Zick-Zack

In diesem Tutorial zeigen wir ihnen, wie sich mit der Siemens NX Operation Planfräsen Zick-Zack durch alternierendes Fräsen unnötige Leerbewegungen reduzieren und Planbearbeitungen effizienter programmieren lassen.
Effizientes Planfräsen mit Siemens NX
Die effiziente Bearbeitung großer Planflächen gehört zu den klassischen Herausforderungen in der NC-Programmierung. Besonders dann, wenn die gesamte Fläche mit nur einer Werkzeugbahn bearbeitet werden soll, spielen Werkzeugbewegungen und Verfahrwege eine entscheidende Rolle für die Gesamtbearbeitungszeit. Genau hier bietet die Siemens NX Operation Planfräsen Zick-Zack interessante Möglichkeiten zur Optimierung.
Im Fokus steht das Planfräsen von Flächen mit einem Werkzeugdurchmesser, der größer als die eigentliche Flächenbreite ist. Ziel ist es, die komplette Fläche mit nur einer Bahn abzudecken und dabei unnötige Leerbewegungen zu vermeiden.
Grenzen klassischer Planfrässtrategien
Bei der klassischen Boden-Wand Operation war dies bislang nur eingeschränkt möglich. Zwar konnte die Werkzeugbahn mittig über die Fläche geführt werden, die Bearbeitung erfolgte jedoch immer nach demselben Muster: Das Werkzeug fuhr auf einer Seite an, bearbeitete die Fläche, zog anschließend auf die Sicherheitsebene zurück und positionierte sich erneut am Startpunkt für die nächste Zustellung. Dadurch entstanden zusätzliche Bewegungen und unnötige Verfahrwege.
Genau an diesem Punkt bietet die Operation Planfräsen Zick-Zack einen entscheidenden Vorteil. Mit der richtigen Strategie kann das Werkzeug abwechselnd auf beiden Seiten zustellen. Dadurch entsteht ein alternierendes Fräsen, bei dem sowohl die Vorwärts als auch die Rückwärtsbewegung produktiv für die Bearbeitung genutzt werden.
Entscheidende Parametereinstellungen
Die entscheidenden Einstellungen befinden sich innerhalb der Operation im Bereich der Strategieparameter. Als Mustertyp wird zunächst „Einzelweg“ verwendet, wie man es bereits aus dem klassischen Planfräsen der Boden-Wand Operation kennt.
Interessant wird es bei der Einstellung „Schnittreihenfolge zwischen den Ebenen“. Standardmäßig steht diese auf „Beibehalten“. In diesem Fall entsteht die bekannte Werkzeugbewegung mit einseitigem Anfahren und Rückzug auf die Sicherheitsebene.
Wird stattdessen die Option „Alternative Schnittrichtung“ aktiviert, verändert sich die Werkzeugbahn deutlich effizienter. Das Werkzeug fährt nun auf einer Seite an, bearbeitet die Fläche, stellt direkt auf der gegenüberliegenden Seite zu und fährt anschließend zurück. Dadurch wird jede Bewegung in beide Richtungen als aktive Fräsbahn genutzt.
Das Ergebnis ist eine deutlich effizientere Bearbeitungsstrategie mit reduzierten Leerwegen und einer optimierten Maschinenbewegung. Besonders bei großen Flächen oder wiederkehrenden Planbearbeitungen kann dies zu einer spürbaren Reduzierung der Bearbeitungszeit führen.
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Heinrich Flaum 








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